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Rachel Bühlmann, Aus der Serie "Subromance Rimini", 2023
Archivpigment Print auf Papier, auf Aluminium aufgezogen, 121 x 85.5 x 3 cm
Aargauer Kunsthaus / Ankauf, 2025
Fotocredit: Rachel Bühlmann

Die im Thurgau geborene Fotokünstlerin Rachel Bühlmann (*1977) hat eine Fotografie-Lehre absolviert und danach in Aarau und Berlin Sound Studies und Medienkunst studiert. Ihr fotografisches Werk umfasst eine grosse Bandbreite an Sujets, von Stillleben, die an altmeisterliche Gemälde erinnern, über Landschaftsaufnahmen bis hin zu Architektur.

Ein besonderes Faible hat Bühlmann für brutalistische Architektur. Sie setzt sich über eine längere Zeit und aus verschiedenen Perspektiven mit Bauten auseinander, die dem Abriss geweiht sind oder in den letzten Jahrzehnten als menschenfeindlich, unschön oder nicht mehr zeitgemäss wahrgenommen wurden. In ihren Bildern lässt sie sie wieder als Behausungen moderner Menschen, als betongewordene Zukunftsvisionen oder architektonische Umsetzungen utopischer Gesellschaftsmodelle erscheinen. Ein Charakteristikum ihrer Fotografie ist die theatrale Wirkung von Farbe und Licht, wobei es sich nur selten um wirkliche Inszenierungen handelt. Vielmehr richtet Bühlmann das Augenmerk auf markant Vorhandenes, Unverrückbares und fokussiert dabei auf einen spannungsreichen Ausschnitt und Lichtmoment.

Die dreiteilige Fotoserie „Subromance Rimini“ der Fotokünstlerin Rachel Bühlmann (*1977) wurde 2024 in der Jahresausstellung im Aargauer Kunsthaus gezeigt. Im Anschluss wurde sie für die Sammlung erworben. Die Künstlerin beschreibt ihr Werk wie folgt: „Die Menschen treten auf die Hotelbalkone und beobachten das sich nähernde Unwetter. Die Szene ist in ein pinkes Licht getaucht, die Gäst:innen werden zu Antagonist:innen in einem Setting geprägt von Fellinis Geist. Wo ist der grosse Dampfer (Amarcord, 1973; dir. F. Fellini), was werden die Erinnerungen gewesen sein? 24 Stunden später sind die berühmten Bagnos am Strand überschwemmt, die ganze Emilia Romagna wird zum Wetterkrisengebiet. Was begann mit Bildern von Erdbeersosse übergossenen sandgestrahlten Sehnsüchten, entwickelte sich in einen grau-braunen Mud von Realitäten, nicht surreal, sondern der Sehnsucht innewohnenden Tiefen der Romantik, subreal.“

Aargauer Kunsthaus, 2025

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