09' 36''
Myrien Barth (*1989) ist Filmemacherin und Videokünstlerin. Neben ihren essayistischen, tagebuchartigen Erzählfilmen erforscht sie ihn ihren experimentellen Videos und Displays die Werkzeuge ihres Schaffens und durchleuchtet dabei die technischen Eigenschaften und Möglichkeiten des Videos.
„Es chrüselet, schwingt hin und her, mal wild und mal bedacht, flächig und in Wellen“- beschreibt die Künstlerin die Arbeit „Spaziergang mit Spatz“ (2022) auf ihrer Website. An der Wand zeigt ein kleiner runder Bildschirm ein Videobild, das in seine Farbkanäle zerlegt ist und als RGB-Wellenform erscheint. Die Luminanz, d.h. die Helligkeitsinformation des Videosignals, ist auf der y-Achse abgetragen, während die Bewegung der Pixelanordnung der x-Achse folgt. Obwohl der Bildinhalt nicht mehr erkennbar ist, bleiben die Eigenschaften des ursprünglichen Bildes wahrnehmbar. Das Pixel rückt ins Zentrum ihrer Recherche, die sich gezielt gegen eine Ästhetik perfekter, glatter Bilder richtet.
Aargauer Kunsthaus, 2026