Videoinstallation, Masse variabel
Zilla Leuteneggers (*1968) Arbeiten haftet oft etwas Träumerisches an – zumal handelt es sich um Kindheitserinnerungen oder Fantasiewelten, welche die Künstlerin in den Medien Zeichnung, Malerei, Fotografie oder Videokunst lebendig werden lässt. So untersucht sie etwa das Verhältnis von Licht, Schatten und Raum, indem sie Videoprojektionen und Objekte im Raum in einen Dialog treten lässt.
In „Library“ (2007) verbindet sie eine Wandzeichnung, eine Wohnzimmerszene mit knisterndem Kamin und eine Projektion zu einer Situation, in der sich bewegtes Bild und physische körperliche Präsenz, Licht und Schatten überlagern. Dadurch verändert sich die räumliche Wahrnehmung und schwankt zwischen Realität, Darstellung und Fantasie.
Aargauer Kunsthaus, 2026