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Gianfredo Camesi, Organisme spatiale, 1965
Öl auf Leinwand, 120 x 120 cm
Aargauer Kunsthaus / Schenkung Sammlung Marie-Anne und Hans Rohr, 2025
Copyright: Gianfredo Camesi
Fotocredit: Brigitt Lattmann

Ginafredo Camesi (1940 – 2025) ist ein Schweizer Künstler, der seit den 1960er-Jahren vor allem für seine abstrakten und konzeptuellen Arbeiten in Malerei, Zeichnung und Skulptur bekannt ist. Die Natur dient ihm dabei als Inspiration. Dabei interessieren nicht etwa deren Motivsprache, als vielmehr bestimmte Prozess- und Ordnungsprinzipien wie Wachstum, Verdichtung, Rhythmus, Struktur und Wiederholung. Im Anschluss an die Experimente, die die Kunstwelt der 1950er und 1960er Jahre prägten, führt er seine von der Strömung der informellen Kunst beeinflussten malerischen Studien durch, die sich um Gesten, Zeichen und die Analyse verschiedener Materialien drehen.

Begriffe wie Organismus und Raum tauchen in vielen Werktiteln auf und verweisen auf diese Denkweise. In diesem Zusammenhang mag einem „Organisme spaziale“ (1965) wie eine künstlerische Untersuchung von biologischen und mikroskopischen Strukturen vorkommen. Die netzartigen Linien erinnern an Gewebe, Zellsysteme oder natürliche Geflechte, bleiben aber abstrakt.

Um 1965, im Jahr, in dem das vorliegende Werk entsteht, schafft er denn auch seine ersten Skulpturen aus Holz und Pappe, später aus Metall und Plexiglas.
1973 vertritt er die Schweiz an der Biennale in São Paulo.

Aargauer Kunsthaus, 2026

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