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Hannes Rickli, Das Flüstern der Mückenforscher in der Dämmerung, 2001
1-Kanal-Video, Farbe, Ton,
Aargauer Kunsthaus / Ankauf, 2007

Auf dem kleinen Bildschirm begegnen wir dem Meer und dem Horizont kurz nach Sonnenuntergang. Eine Insel in relativer Nähe ist bereits in Dunkelheit eingesunken. Vor dem irisierenden Abendhimmel erkennt man einen Schwarm herumschwirrender Mücken. Das titelgebende Flüstern der Insekten ist jedoch nicht hörbar. Es sind eher die lärmenden Stimmen der Menschen am Strand, die man vernimmt. Stimmen, die hastig sprechen, ab und zu ein Lachen, das fast grotesk vor dem Hintergrund des magischen Naturschauspiels schallt.

Der Künstler Hannes Rickli (*1959) setzt sich in seinem Werk immer wieder mit dem Verhältnis von Naturbeobachtung, wissenschaftlicher Forschung und Kunst auseinander. In der Naturbeobachtung nutzen Menschen ihre Sinne, um die Umwelt kennenzulernen und wertzuschätzen. Rickli verzahnt in seinem Werk jedoch die Beobachtung der Insekten und die ästhetische Kontemplation mit der Offenlegung der Verhaltensmuster der Menschen, die auch in der Natur nur bei sich bleiben.

Aargauer Kunsthaus, 2026

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